Hundekrankheiten im Alter

Hundekrankheiten im Alter

Wenn Hunde älter werden, leiden sie zunehmend unter bestimmten Erkrankungen. Gleichzeitig gibt es Alterserscheinungen, die nicht krankhaft sind und deren Auswirkungen man lindern kann. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Thema Hundekrankheiten im Alter und Pflege von Grauen Schnauzen.

Alterserscheinungen – Das gehört zum Älterwerden

Wie wir Menschen auch, verändern sich unsere Hunde, wenn sie älter werden:

Bis zu einem gewissen Maß sind diese Veränderungen unabwendbar. Aber: Diese Alterserscheinungen können deutlich gelindert werden. Und mögliche Erkrankungen sollten nicht abgetan werden mit „Der ist eben alt!“. Ersparen Sie Ihrem Vierbeiner dieses unnötige Leiden.

Übrigens: Ab einem Alter von 7 Jahren gelten Hunde als mittelalt, ab ca. 10 Jahren als alt. Je nach Rasse, Gesundheitszustand, Fütterung, etc. können Hunde bis zu 18 Jahre alt werden. Dabei gilt als Faustregel: Kleine Hunde werden älter als große und Mischlinge sind langlebiger als Rassehunde. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

 

Hundekrankheiten im Alter: Verändertes Verhalten als Anzeichen für Krankheiten

Mit steigendem Lebensalter nimmt die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen zu. Oft äußern sich solche Probleme in (mitunter schleichend) geändertem Verhalten. Achten Sie deshalb besonders auf folgende Symptome und Verhaltensweisen:

Wenn Ihnen einer der oben genannten Punkte (oder natürlich auch anderes, seltsames Verhalten) an Ihrem Hund auffällt, konsultieren Sie zeitnah Ihren Tierarzt! 

 

Hundekrankheiten im Alter: Welche Erkrankungen treten bei älteren Hunden häufig auf?

Typische Krankheiten bei alten Hunden sind

Wenn Ihr Hund schwankt, den Kopf schief hält oder Lähmungen aufweist, gehen Sie schnellstmöglich zum Tierarzt! Eine rasche Behandlung ist notwendig und sichert den besten Erfolg.

Neben diesen Krankheiten, die mit dem Alter häufiger werden, leiden ältere Hunde auch öfter unter einer Infektanfälligkeit, weil das Immunsystem nicht mehr so effektiv arbeitet. Parasiten und Pilze, Bakterien und Viren können somit leichter in den Körper eindringen.

Hundekrankheiten im Alter: Können Hunde dement werden?

Für viele Hundehalter sehr irritierend ist die Altersdemenz bei Hunden, die sogenannte Kognitive Dysfunktion. Demenz bei Hunden hat, ähnlich der menschlichen Demenz, häufig Probleme bei der Hirndurchblutung zur Ursache. Es gibt aber weitere mögliche Auslöser. Die Hunde wirken desorientiert und vergesslich, finden Ausgänge aus Zimmern nicht oder fordern kurz nach der Mahlzeit wieder Futter. Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus kann aus dem Gleichgewicht geraten. Und Demenz beim Hund kann auch Aggressivität und Ängstlichkeit hervorrufen. Eine altersgerechte Beschäftigung und Förderung des Hundes, Physiotherapie und ggfs. Medikamente können den Prozess verlangsamen und lindern die Symptome.

 

Hundekrankheiten im Alter: Komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren

Gerade ältere Hunde haben häufig mehrere Erkrankungen gleichzeitig. Deren Behandlung ist komplex, denn Therapie der einen kann das Krankheitsbild der anderen Krankheit verschlechtern. Wurde eine Krankheit auf ein gutes Gleichgewicht eingestellt, werden manchmal weitere Probleme sichtbar, die bisher niemand wahrgenommen hatte. Und nicht zuletzt müssen auch Wechselwirkungen zwischen Medikamenten mitbedacht werden. Außerdem werden Medikamente bei älteren Tieren anders verstoffwechselt, sodass die Dosierung gut angepasst werden muss.

 

Hundekrankheiten im Alter: Wie Sie Ihren Hund unterstützen können

Achten Sie auf ein gesundes Gewicht: Wenn der Hund weder Übergewicht hat noch zu dünn ist, beeinflusst dies viele Alterserscheinungen positiv. Neben dem passenden Gewicht erzielen Sie mit einer an das Alter und etwaige Vorerkrankungen (z.B. Nierenerkrankung) angepasste Ernährung weitere gesundheitliche Effekte: Der Hund wird optimal mit Nährstoffen versorgt und das Futter belastet seine Organe nicht.

Ab einem Alter von ca. 8 Jahren sollte der Hund ein- bis zweimal jährlich einem Tierarzt zum Check-up vorgestellt werden. So können schwerwiegende Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Dies vermindert ihre negativen Auswirkungen und verlängert die Lebenszeit des Hundes.

Wir erklären Ihnen hier, welche Vorsorgeuntersuchungen wirklich wichtig sind und was Sie und Ihre Graue Schnauze dabei erwartet: Vorsorgeuntersuchungen für alte Katzen und Hunde

 

Hundekrankheiten im Alter: Wenn es nicht mehr geht

Niemand denkt gern daran, aber mit der Anschaffung eines Haustieres übernehmen wir auch Verantwortung für einen würdevollen Abschied. Wenn das Tier trotz optimaler medizinischer Versorgung und liebevoller Pflege zu Hause starke Schmerzen leidet und seine Lebensfreude verloren hat, kann es sein, dass eine Euthanasie der richtige Weg ist. 

Wenn Sie Bedenken haben, dass Ihr Hund leidet, sprechen Sie in aller Ruhe mit Ihrem Tierarzt darüber, so finden Sie gemeinsam einen guten Weg.

 

Hundekrankheiten im Alter: Fazit

Hunde ereilen mit steigendem Lebensalter vermehrte Alterserscheinungen und Erkrankungen. Frühzeitig erkannt und behandelt, können Graue Schnauzen meist dennoch einen schönen Lebensabend genießen.

 

© AniCura