Mein Hund humpelt - was kann ich tun?

Wie Sie erkennen, dass Ihr Hund humpelt

Hund humpelt – Erste Hilfe

Pfoten abtasten 

Erste Maßnahmen

Vorbereitung für den Tierarzt

Mein Hund humpelt, wann muss ich mit ihm zum Arzt?

Wenn Sie den Grund der Lahmheit auf Anhieb nicht erkennen und keine Erste Hilfe Maßnahmen wirken, sollten Sie zur nächsten Sprechzeit zum Tierarzt. 

Außerdem sollten Sie sofort zum Tierarzt, wenn Ihr Hund:

Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um eine leichte oder schwere Verletzung handelt, sollten Sie trotzdem sicherheitshalber eine Tierarztpraxis kontaktieren. 

Mögliche Ursachen für das Humpeln

Schmerzen und Verletzungen am Bein, durch 

Eingerissene Krallen 

Sind die Krallen zu lang, können diese leicht einreißen. Die Schmerzen dabei sind manchmal so stark, dass der Hund mit der betroffenen Pfote nicht auftreten kann und folglich humpelt. Bluten eingerissene Krallen stark, sollte man einen Druckverband für ein paar Minuten anlegen. Steht die Blutung dann immer noch nicht, sollte den Tierarzt aufsuchen. Künftig ist dann auf das regelmäßige Kürzen der Krallen zu achten. 

Übergewicht 

Zusätzliches Körpergewicht beeinträchtigt den Bewegungsablauf und führt so dazu, dass Ihr Hund humpelt. Fettgewebe ist eines unsere größten Organe und produziert entzündungsfördernde Stoffe. Daher sollten Sie dringend dafür sorgen, dass Ihr Hund abnimmt. Lassen Sie sich dazu vom Tierarzt beraten. Mit einer speziellen Reduktionsdiät geht es viel einfacher.

Entzündung der Sehnen (Tendovaginitis)

Die Sehnen können sich aus verschiedenen Gründen entzünden: meist durch Überbelastung, aber auch durch einen stumpfen Schlag, Infektion  oder Sehnenanrisse. Die Schmerzen verhindern ebenfalls das richtige Auftreten. Hier muss die Behandlung durch einen Tierarzt erfolgen. Diese ist oft sehr langwierig. 

Kreuzbandriss 

Der Kreuzbandriss ist die mit am häufigste Ursache für das Humpeln an einem der Hinterbeine. Das Kreuzband reißt nur selten plötzlich durch eine falsche Bewegung. Meist handelt es sich um eine chronisch degenerative Erkrankung, bei der das Band mit der Zeit immer mehr in der Struktur verändert wird, bis es dann reisst. Das betroffene Bein kann meist nur im Zuge einer OP stabilisiert werden. 

Patellaluxation

Die Patellaluxation ist entweder genetisch veranlagt oder kommt durch einen Unfall zustande. Angeboren kommt sie vorwiegend bei sehr kleinen Hunderassen vor. Die Patella (Kniescheibe) ist Bestandteil des Kniegelenks. Bei der Patellaluxation springt die Kniescheibe seitlich aus ihrer Führungsrinne. Das hat zur Folge, dass der Hund das betroffene Bein hochzieht und danach wieder belastet sobald die Kniescheibe an die korrekte Stelle zurückgesprungen ist. Manchmal befindet sich die Kniescheibe auch dauerhaft neben dem Rollkamm. Eine Patellaluxation sollte operativ behandelt werden. 

Arthrose 

Hierbei handelt es sich um eine chronische, d.h. langsam fortschreitende Gelenkveränderung, bei der sich Knochen zubaut und der Knorpel durch Fehlbelastung kaputt geht. Dazu kommt es meist aufgrund von Entzündungen (Arthritiden) und Fehlbelastungen, z.B. durch Übergewicht. Arthrose muss stets medikamentös behandelt werden. 

Knochenkrebs (Osteosarkom) aber auch andere Tumorformen

Beim Osteosarkom handelt es sich um einen bösartigen und schmerzhaften Tumor, der oft im Oberarm dort meine ich ist die Hauptlokalisation von meist großen Hunden wächst und dafür sorgt, dass Ihr Hund humpelt. Ob tatsächlich Knochenkrebs die Ursache dafür ist, dass Ihr Hund humpelt, kann auf Anhieb nicht erkannt werden. Hier sind Röntgenbilder oder CT-Aufnahmen und manchmal eine Biopsie nötig.

Es gibt verschiedenste Ursachen, warum Ihr Hund humpelt. Wir haben Ihnen hier die häufigsten Gründe aufgezählt. Bitte beachten Sie, dass die Aufzählung nicht vollständig ist! Eine Diagnose kann nur Ihr Tierarzt stellen, am häufigsten lässt sich das Humpeln auf eine akute Verletzung zurückführen. 

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