Impfen für Afrika 2017

Die Sonne brennt auf den staubtrockenen Erdboden Ostafrikas. In der Afarregion Äthiopiens ist schon lange kein Regen mehr gefallen, Menschen und Tiere leiden unter der anhaltenden Dürre. Was wir nur aus dem Fernseher kennen, ist in vielen Teilen Afrikas traurige Realität. Wir fühlen uns aufgrund solcher Not, die wir nie am eigenen Körper erlebt haben, hilflos und ohnmächtig. Unser Lebensstandard unterscheidet sich so gravierend von dem in Afrika, dass es uns schwerfällt, die Sorgen und Nöte eines afrikanischen Kleinbauern nachzuvollziehen: Wann kann ich meine Tiere das nächste Mal mit Futter und Wasser versorgen? Wie lange können sie mir und meiner Familie noch als Lebensgrundlage dienen? Werden meine Kinder diese Dürre überleben?

Die jährliche Aktion „Impfen für Afrika!“ ermöglicht es dem Verein Tierärzte ohne Grenzen e.V.  Menschen und Tiere in betroffenen Regionen vor Ort zu unterstützen. Der Aktionstag findet in diesem Jahr am 09. Mai statt.

Die derzeitige Situation in Ostafrika

Der Anbau von Getreide ist in großen Teilen Ostafrikas kaum möglich. Für viele Menschen ist die Wanderviehhaltung damit Hauptlebensgrundlage. Denn mit Tieren kann man dorthin ziehen, wo es gerade Regen und damit Futter gibt.

Doch was passiert, wenn der Regen jahrelang ausfällt?

Vor diesem Problem stehen die Menschen in Äthiopien seit bald drei Jahren, denn so lange gab es dort kaum Niederschlag. Deshalb sind zur Zeit mehr als 10 Millionen Menschen von der Unterstützung ausländischer Hilfsorganisationen abhängig.

Die Not ist groß und die Unterstützung durch ausländische Hilfsprojekte aus der ganzen Welt überlebensnotwendig.

                         Nahrungsmittelhilfe

Unterstützung durch Tierärzte ohne Grenzen e.V. 

Auch die Hilfsorganisation Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist in Äthiopien vor Ort. Der Verein führt dort unter anderem Projekte zur Verbesserung der Tiergesundheit durch. Denn gesunde Tiere sind Voraussetzung für ein Überleben der Nomaden.

So bildet die Organisation zum Beispiel Tiergesundheitshelfer aus. Diese können die gängigsten Krankheiten behandeln und stellen so auch in abgelegenen Gebieten eine Basistiergesundheitsversorgung sicher.

Außerdem verteilt Tierärzte ohne Grenzen Tierfutter, um ein Überleben der Tiere zu sichern und verteilt Ziegen an Familien, die ihre Tiere durch die Dürre verloren haben.

Wie zum Beispiel die Familie von Aware Rassi, 45 Jahre alt, er wurde schwer von der Dürre getroffen. Als Vater von sieben Kindern, war er einst stolzer Besitzer von 60 Ziegen und fünf Kamelen. Nur drei Ziegen überlebten die Dürre und ließen ihn und seine Familie, nun von der Nahrungsmittelhilfe  abhängig, zurück. Mit den Ziegen, die er von Tierärzte ohne Grenzen bekam, hofft er nun, sich seine Herde langsam wieder aufbauen zu können um seine Familie irgendwann wieder selbst versorgen zu können.

   Nomade    Versorgung Ziege

Impfen für Afrika! - Aktionstag am 09. Mai 2017

Jedes Jahr gibt es in Deutschland einen Aktionstag des Vereins namens „Impfen für Afrika !“. An diesem Tag spenden teilnehmende Tierärzte die Hälfte ihrer Impfeinnahmen für die Projektarbeit vor Ort. In diesem Jahr werden die Spenden für das von Dürre und Hungersnot geplagte Ostafrika eingesetzt. Sollte also ohnehin eine Impfung beim eigenen Haustier anstehen, dann können Sie durch eine Impfung am 9. Mai (bei teilnehmenden Tierärzten) damit auch noch Menschen und Tiere in Afrika unterstützen.

Für Tierbesitzer, die am Aktionstag mit ihrem Tier zur Impfung kommen, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Auf der Seite des Vereins wird regelmäßig über die Projekte berichtet.

Wer macht mit?

In diesem Jahr nehmen über 1000 Tierarztpraxen und – kliniken an der Aktion teil, die teilnehmenden Tierärzte finden Sie in der Auflistung auf der Homepage des Vereins.

Folgende unserer AniCura Tierkliniken und -Praxen nehmen am Aktionstag teil, bitte melden Sie sich für einen Termin telefonisch an:

Quelle:

Das Bildmaterial in diesem Artikel wird uns freundlicherweise von Tierärzte ohne Grenzen e.V. zur Verfügung gestellt.

© Cornelia Heine, Tierärztin, Tierärzte ohne Grenzen e.V. (Gastautorin)